DAVID RABINOWITCH (1943*),
Carved Woodblock Monotypes 1962 – Sculptures 1968 – 1993
Rund hundert Monotypien werden in dieser Ausstellung gezeigt. Auf verschiedenartige Papiere bescheidenen Formats sind diese gedruckt, oder besser von rohen, manchmal mehrteiligen Holzblöcken abgezogen. Die Formen vermitteln die Masse des skulpturalen Gegenstandes, auf den das Papier aufgelegt wurde und von dem die schwere und oftmals fettige Farbsubstanz abgehoben wurde. Die Blätter sind von monochromer Farbigkeit, rot, gelb, dunkelblau, braun, schwarz. Malerei wird suggeriert. Die Referenz an Skulptur aber wird überdeutlich. Der junge Künstler steht 1962 an einer Wegkreuzung. Auf ein Ungenügen an den Möglichkeiten seiner Malerei wird er mit einem Wechsel zur Skulptur reagieren. Das Formenvokabular, die Vielteiligkeit mancher Motive, die thematisierten Schnitte sind eine luzide Vorwegnahme. Der bedeutende Plastiker wird diesen reichen Fundus in Skulpturen und Zeichnungen verarbeiten. Das Idiom ist wieder erkennbar in den autonomen Erfindungen und eigenständigen Konstruktionen des reifen Künstlers. Schnellfertige Einfälle sind nicht die Sache von David Rabinowitch. Harte Arbeit an den Plänen für seine komplexen Bodenskulpturen legitimiert das fertige Werk. So ist die Bezeichnung 'Construction' oder 'Construction of Vision' zu verstehen.
Einige Skulpturen von 1968 bis 1993 und einige Zeichnungen, 1973 bis 1978, ergänzen unsere Schau. Die Arbeiten sind entschieden abstrakt. Sie beschäftigen sich mit der Art und Weise, wie der Betrachter die Phänomene der sichtbaren Welt konstruiert. Das Kunstwerk definiert einen Ort. Es lädt den Rezipienten dazu ein, diesen Ort mit der eigenen sinnlichen Ausstattung anzugehen und die so aufgebaute Beziehung zum Werk als eigene Erfahrung zu realisieren.
Doch es wäre ein Missverständnis, diese Werke als Versuchsanordnungen zu begreifen. Es handelt sich um entschiedene künstlerische Setzungen, um komplizierte visuelle Ereignisse, die Raum und Zeit, Masse und Volumen zu einer selbstreferentiellen Einheit verknüpfen. Das Kunstwerk besetzt eine Leerstelle und überbietet das wahrscheinliche Nichts mit seiner Fülle.
Die Galerie präsentierte 1977 erstmals Skulpturen von David Rabinowitch. Viele weitere Einzel- und Gruppenausstellungen von Skulpturen und Zeichnungen ermöglichten in der Folge einen fundierten Zugang zum Schaffen dieses wichtigen Zeitgenossen. David Rabinowitch wurde 1943 in Toronto, Kanada, geboren und lebt in New York City.
Gemeinsam mit der Peter Blum Gallery, New York, wird die Annemarie Verna Galerie eine illustrierte Publikation über die 'Carved Woodblock Monotypes 1962' edieren, mit einem Text von Kenneth Baker, San Francisco.
Donald Judd 1955–1968, The Menil Collection, Houston, USA, 31. Januar bis 27. April 2003
Robert Mangold, 18 grossformatige Gemälde, Aspen Art Museum, Aspen Colorado, USA, 14. Februar bis 13. April 2003
Celebrating 20 Years of Neptunstrasse 42
14. März bis 6. Juli 2013
Richard Tuttle
The Use of Time
Hrsg. Kunsthaus Zug, Vorwort Matthias Haldemann, Text Marco Obrist deu/eng 36 S., 30 farbige Abb. Hatje Cantz Verlag / Kunsthaus Zug
David Rabinowitch
Birth of Romanticism Drawings
Peter Blum Edition New York Annemarie Verna Edition Zürich Richter Verlag, Düsseldorf
Dan Flavin - Lights, Kunstmuseum St. Gallen, 16. März – 18. August 2013
Andreas Christen - Lumineux ! Dynamique ! Espace et vision dans l’art de nos jours à 1913, Galerie Nationale du Grand-Palais, Paris, 9. April – 29. Juli 2013
Forrest Bess - Seeing the Invisible, The Menil Collection Houston, TX, 11. April – 18. August 2013
Joseph Egan - A Coat of Many Colors, Gartenflügel Kulturelles Forum, Ziegelbrücke, 27. April – 26. Mai 2013
Rita McBride - lonelyfingers Konversationsstücke,
17. März – 2. Juni 2013,
Museum Abteiberg, Mönchengladbach
16. November 2008 – 2033
Sol LeWitt –
A Wall Drawing Retrospective
Yale University Art Gallery and Williams College Museum of Art